Bei strahlend blauem Himmel verlassen wir den Hafen Ventspils. Mit 5 Knoten aus Südost wird der Blister gesetzt und Hein muss ran.
Neuer Style für Robert

Neuer Style für Robert

Robert hat heute Geburtstag und ich bereite ein besonderes Frühstück vor. Als Geburtstagsüberraschung habe ich mir einen Haarschnitt ausgedacht, der dann noch vor dem Geburtstagskuchen dran ist. Wir genießen den schönen Segeltag ein richtiger Geburtstagsprinzentag.
Happy Birthday, Robert

Happy Birthday, Robert

Gegen 17 Uhr zieht um uns herum ganz plötzlich Nebel auf, der erst 2-3 Seemeilen vor der Hafeneinfahrt dicht wird. Wir starten das Radar, den wir aber letztendlich doch nicht brauchen, da der Nebel gerade mal wieder kurz vor der Hafeneinfahrt verschwindet.

Nebel!

Nebel!

 
Endlich, der Hafen

Endlich, der Hafen

Im Hafen von Möntu liegt nur ein Segler den wir auch schon vom Sehen kennen. Ein deutlich sichtbar angebrachtes Schild verkündet uns die Hafengebühr von 16 Euro, welche auch direkt bei der Ankunft vom Hafenmeister kassiert wird. Wir brechen sofort zu einem kleinen Spaziergang auf und schauen uns das neue Hafengebäude inklusive der schönen neuen Sanitäreinrichtungen an. Alles ist pikobello. Ein kleiner Weg führt durch den Wald in dem es nach frisch geschlagenem Holz riecht. Ein Stück weiter reiht sich ein blühender Fliederbusch an den Nächsten und ihr Duft ist sehr betörend. Als uns dann die Mücken attackieren gehen wir zurück und staunen nicht schlecht über die riesigen Rasenflächen die ausgerüstet mit Stromsäulen wohl als Campingplatz dienen sollen. Einsam und alleine steht ein Wohnmobil am See. Am nächsten Morgen herrscht wieder dicke Nebelsuppe und da wir nicht ablegen nutze ich die Gelegenheit und gehe Joggen. In kaum 200 m Entfernung zum Hafen verschwindet der Nebel komplett und ich genieße es bei strahlendem Sonnenschein durch die Fliederbüsche zu laufen. Auf der Suche nach dem Ort Möntu merke ich erst das meine, wegen der Mücken angezogenen langen Klamotten, viel zu warm sind. Also alles aufgekrempelt und weiter, denn ich will eigentlich auch Brötchen einkaufen.
Plakat mit Seekarte

Plakat mit Seekarte

Die Mücken lassen mich dann auch in Ruhe und der Ort Möntu stellt sich als 3-5 Häuschen heraus ohne Geschäft. Ich drehe eine große Runde und lande wieder am Wasser wo der Nebel direkt wieder dicht ist. Wir fahren bei der erstbesten Nebellücke aus dem Hafen, um davor auf einer Schiffsreede vor Anker zu gehen. Der Anker ist fest und der Nebel legt sich wieder dicht über uns und den Hafen. Plötzlich ein Funkspruch von Uli, sie sind in der Irbenstraße im dichten Nebel und bei kaum Wind, er schätzt das er gegen morgen in unserer Nähe sein wird aber dann direkt nach Kuressaare durchsegelt. Hier möchte ich ein mal erwähnen, dass Uli ein Segler aus Leidenschaft ist. Er segelt selbst bei kurz vor Flaute und harrt dann auch noch in der Flaute mindestens eine Stunde aus, Robert meint gerade er hält noch länger aus und nennt ihn scherzhaft den Wahnsinnigen, um dann vielleicht mal den Motor zu starten, was ihm (laut Marina) fast körperliche Schmerzen verursacht. Für uns ist Uli ein Vorbild als Segler und wir haben das gerne von ihm übernommen, so führt dann wirklich auch der Weg zum Ziel und das auch noch sehr entspannt. Erst seitdem wir es genau so handhaben merken wir, wie gehetzt wir vorher waren als das Ankommen noch vordergründig war. Auch ist Uli ein Fan der traditionellen Kartennavigation und kommt gänzlich ohne Plotter durch die Weltmeere.
Wir holen früh am Morgen den Anker auf und segeln dem Nebel davon in Richtung Kuressaare.