Es kommt dann doch noch mal Nebel auf aber er verschwindet auch schnell wieder. Es folgt ein entspanntes Blistersegeln bis kurz vor den Hafen. Danach wird Dino angeworfen um durch die enge, felsige Zufahrt den Hafen anzusteuern, plötzlich meldet sich der Rauchmelder im Motorraum. Robert kontrolliert und meint nur, dass Dino nach irgendwelchen Ersatzteilen schreit. Also steht für uns schon fest, dass wir in Kuressaare, einer größeren Stadt, diese eben besorgen müssen.
Arrival

Arrival…

Die Mari-Luise läuft ein

Die Mari-Luise läuft ein

Die Fotos von unserem Einlaufen in den Hafen von Kuressaare hat Uli gemacht. Auch hat er uns einen Platz beim Hafenmeister reserviert, allerdings verschätzt der sich beim Anblick unserer Malu und weist uns einen anderen, viel kleineren Platz zu, der dann aber doch mit festmachen an zwei Moorings passt. Mit Uli und Marina ist die komplette kleine Seglergemeinde vertreten. Es wird dann ein später Abend bei uns an Bord.
Der Hafen ist sehr gepflegt und hat als absolutes Plus den nettesten Hafenmeister, den wir bisher auf unserer Reise erlebt haben. Er nennt uns die Adresse des Mercedeshändlers, er ruft dort an als die Teile nicht kommen, er besorgt uns einen Segelmacher, er schenkt uns allen einen kostenlosen Saunabesuch, er erlässt uns die Waschgebühren und behauptet bei der Berechnung der Hafengebühr steif und fest, wir wären einen Tag später angekommen.
Mit unseren Fahrrädern ausgerüstet sind wir am nächsten Tag mit der Bestellung der Ersatzteile bei Mercedes, die Teile kommen übrigens dann aus Polen, mit dem Einkauf diverser Filter und Dichtungen im Autozubehörladen und mit dem Reifen flicken an Roberts Fahrrad in einem Fahrradladen, ein Rosendorn war der Übeltäter, beschäftigt.
Dann noch die telef. Nachfrage was denn unser Ladegerät macht. Der Konstrukteur sagt nicht was dran ist sondern will uns ein gleichwertiges Ersatzgerät schicken. Auch gut, nur wissen wir noch nicht wohin. Wir entscheiden uns später, nach Rücksprache mit dem Hafenmeister für Tallin. Am Abend sind wir zum leckeren Pastaessen bei Marina & Uli eingeladen.
Die nächsten Tage verbringt Robert mit diversen Reparaturen und vorbereitenden Arbeiten für die einzubauenden Ersatzteile. Iris kümmert sich ums Internet und das leibliche Wohl. Wir schauen dann das Spiel Deutschland-Dänemark in der Hafenkneipe, die extra für die deutsche Seglergemeinde länger auflässt und haben viel Spaß an dem üks üks = eins eins geplapper der Moderatoren. Auch der kostenlose Saunagang wird wahrgenommen. Bei meiner Einkaufstour sehe ich dann einiges von Kuressaare und finde es ganz nett. Am Schönsten ist eigentlich die unmittelbar am Hafen gelegene Burganlage mit einem Burggraben und Gastronomie drum herum.
Der schwebende Uli

Der schwebende Uli

An der Waschmaschine lerne ich die Crew der Bigfoot, Jörg und Steffi aus Hamburg kennen, ein sympathisches junges Paar und Robert lernt in Vertretung des Hafenmeisters am Abend die Crew der Silbermöwe, Nici und Jürgen aus Neustadt in Holstein kennen. Wir haben zwei Starkwindtage die aber von allen gut überstanden werden.
Nachdem dann alles repariert ist fahren erst Carli-Ulte und etwas später Bigfoot und wir aus dem Hafen den wir alle Dank dem netten Hafenmeister in sehr guter Erinnerung behalten werden.
Flaggenparade zum Abschied

Flaggenparade zum Abschied