Ich bin unruhig und stehe um 7 Uhr auf. Um 10 Uhr kommt der Computerspezialist mit unserem Navi-PC, angeblich soll alles laufen. Schnell noch in’s Internet, da meldet sich auch schon Monika auf skype. Wir tauschen die Neuigkeiten aus. Herr Burow, der PC-Doktor, ruft an, er wird sich etwas verspäten da sein Wagen zugeparkt ist. Als er kommt, schnell Läppi an und sehen ob alles funktioniert. Einwandfrei, wir sind glücklich.

Im laufenden Funk hören wir, dass gerade die Sportboote in den NOK geschleust werden, da haben wir halt Pech und müssen warten. Es ist leider mit langen Liegezeiten zu rechnen, da die “Alte Schleuse” (Sportbootschleuse) geschlossen ist. Wir machen trotzdem mal flugs los und fahren den Kilometer bis zur Schleuse, leider finden wir keinen Sportbootanleger. An der alten Schleuse machen wir dann fest und Robert sucht nach Informationen in den Schaukästen am Steg. Meine Bitte, uns doch beim Schleusenwärter anzumelden, hält er zum jetzigen Zeitpunkt für überflüssig. Ich verstehe mal wieder meinen Mann nicht. Wir sind doch da, wollen geschleust werden und der Schleusenwärter weiß nichts von uns. Als dann die Berufsschifffahrt einläuft und auch noch 3 Sportboote um die Ecke kommen, bin ich mit meiner Geduld am Ende. Robert ruft erst nach einer Diskussion mit mir den Schleusenwärter, der uns dann auch mitteilt, dass wir sofort schleusen können. Prima, das hätten wir auch eher wissen können, ohne Diskussion. Männer fragen halt nicht so schnell wie Frauen:-) Klar hätte ich auch an die Funke gehen können, aber leider habe ich da immer noch ein wenig scheu, weiß nicht warum, ist halt so. Wir haben also mal wieder richtig Glück im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. Die Schleusung ist dann ratzfatz erledigt und wir tuckern durch den Kanal. Immer wieder kommen uns Schiffe entgegen oder überholen uns.
In der Schleuse

In der Schleuse

Und wieder viel Verkehr

Bei Rendsburg Kilometer 62,5 passieren wir eine Schwebefähre.
Schwebefähre

Schwebefähre

 

Als dann abzusehen ist, dass wir es bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht bis Brunsbüttel schaffen, machen wir ca. 20 km vor unserem Ziel abenteuerlich zwischen vier Dalben wie in einem Spinnennetz fest. Mal wieder stellt sich heraus, du kannst als Fenderfrau noch so vorgedacht und alles parat gemacht haben, es kommt dann eh anders. Wir sprechen nachher das Anlegemanöver noch mal durch und ich übe den Palsteg im Schlaf.
Palsteeg übern