4April

Kassiopi am 04.04.2014

bootsmann 04 - April » 2014

Heute sind wir seit zwei Jahren unterwegs. „Kinder wie die Zeit vergeht!“

Am Morgen windet es schon ganz gut und Robert befürchtet, dass unser Anker nicht hält. Wir ziehen mehrmals Kette ein um vom Kai einen Sicherheitsabstand zu halten, noch hält der Anker. Rudi legt noch mit Hilfe von Robert eine Spring zur Seite aus und lädt uns um 19 Uhr zum Spagetti essen zu sich ein. Wir sagen zu und bringen frischen Parmesan, Wein und einen Softschäkel mit. Plötzlich sehe ich, dass die Samantha mit dem Heck an die Kaimauer kommt, der Anker hält nicht.


Rudi legt zweimal den Anker neu und verheddert sich leider mit der Schraube in einer Leine. Ein Grieche an Land ist mächtig aufgeregt und mit Roberts Hilfe ist das Schiff dann bald gesichert, so dass Rudi nach der Schraube tauchen kann, was er mit Anzug und Flasche erledigt. Nu ist wieder Ruhe eingekehrt. Leider ist sie nicht von langer Dauer, denn kurz vor dem Nachtisch, wir sind sehr verwöhnt worden, mit Aperitif, Vorspeise, Hauptgang, Salat, also kurz vorm Platzen, will der Anker wieder nicht halten.

Robert und Rudi legen den Anker neu aus und ich bin an Land um die Leinen anzunehmen. Wir sitzen wieder nett zusammen und plötzlich bumbert Samantha wieder an die Kaimauer. Es gibt nur einen kurzen Bumper, da das Heck mit einer dicken Gummileiste gesichert ist, Rudi holt Kette ein. Neuer Versuch unseren schönen Abend fortzusetzen, allerdings nehme ich mir jetzt erst mal an Bord unser Malu eine Zigarette zu Gemüte. Eine heftige Böe nach der anderen trifft die Malu seitlich am Bug und sie neigt sich mächtig. Innerhalb von Sekunden sehe ich den Bug plötzlich auf die Samantha zudrehen. Nun ist auch unser Anker ausgebrochen. Ein Ruf nach Robert, der sofort geflitzt kommt. Wir holen Kette ein, aber es nützt nix wir müssen den Anker neu auslegen. Kein Vergnügen bei dem Wind, da kommt Rudy auf die Idee, dass wir doch wieder besser längs am Kai anlegen sollen. Das machen wir dann auch indem wir die Malu langsam sich dorthin drehen lassen. Nun wird alles abgefendert, die Jungs gehen wieder an Bord der Samantha und ich nehme mir nun endlich die Zigarette und dazu noch einen Grappa, nee wat aufregend.

Beim Rauchen sehe ich die Samantha abermals ans Kai treiben und jetzt ist auch der Rudy mit Rat am Ende. Er überlegt in der Einfahrt am Kai festzumachen. Wir leuchten auch gerade den Grund nach Steinen ab, da meint Robert, er soll sich mit seiner Samantha bei uns dran legen und das machen wir dann auch. Wir Fendern alles gut ab, noch zwei Fender von Rudi an die Kaimauer und Malu und jetzt ist Ruhe. An Bord der Malu dann Grappa für alle nach dem Schreck und der Aufregung.

Mit den Worten die beiden, Malu und Samantha, sollen jetzt keinen Blödsinn mehr machen, verschwinden wir zum Nachtisch einer super leckeren Creme Karamell. Irgendwann fallen mir dann die Augen zu und ich gehe an Bord.

Das war ein toller, aufregender und leckerer gemeinsamer Abend mit Rudy und Samantha.