5April

Kassiopi am 05.04.2014

bootsmann 04 - April » 2014

Die Sonne lacht vom Himmel und der Wind bläst immer noch aus Süd. Also ist klar, wir bleiben bis morgen. Ich schreibe mails vor und werde von Vera einer netten älteren Griechin besucht, dann von Mike the Fisherman, der mit seinen Kindern eine Taverne im Ort betreibt. Er erzählt mir von seinem Leben und ich habe den Eindruck, das war sein ganzes Leben.


Am späten Nachmittag es sind gerade noch Schweden eingelaufen, gehen wir dann zu Mike um Internet zu haben und einen kleinen Snack zu nehmen. Seine Taverne ist urig und schon sitzt er bei uns am Tisch. Als wir dann Internet haben und beschäftigt sind, geht er in die Küche. Außer uns sind noch zwei engl. Paare da die, wie sich herausstellt, hier leben. Mikes Tochter bringt uns die Getränke und wir sagen ihr, dass wir erst später Essen möchten. Allerdings haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, er verwöhnt uns mit Oliven, Schafskäse, geröstetem Sesambrot und gebratenem Paprika. Wir sind baff und langen zu.

Als die drei Schweden auftauchen bedeuten wir ihnen reinzukommen, aber sie wollen erst später Essen. Nachdem wir alles verputzt haben sind wir satt. An ein weiteres Essen nach dieser üppigen Vorspeise ist nicht mehr zu denken. Als die Schweden das Lokal betreten sind wir schon quasi im Aufbruch. Sie berichten uns, das der Hafen voller Schiffe sei und unser Päckchen etwas zugenommen hat. Wir sind gespannt.

Am Hafen angekommen sind dann zwei weitere Schiffe an uns und der Samantha fest und überall wo es möglich ist liegen Segelboote von unterschiedlicher Größe längs der Kaimauer. Rudi begrüßt uns mit den Worten: „Das war ein schönes Hafenkino”. Na da werden wir wohl morgen erst gegen Mittag loskommen, nachdem alle anderen Boote weg sind, denn wir haben beide noch die Anker liegen, die jetzt bestimmt unter mehreren Ketten liegen, hoffentlich geht das gut.

Wir wollen schlafen, aber ständig trampelt eine Elefantenherde über Bord, als dann noch ein Grieche lautstark unmittelbar vor der Malu telefoniert, fällt mir nur ein endaxi zu rufen und er merkt, dass er nicht alleine ist und beendet das Gespräch.

Die nächsten Herren, zwei an der Zahl, stehen laut schnackend vor der Malu. Ich mache sie freundlich darauf aufmerksam, dass wir schlafen wollen und sie entschuldigen sich mehrfach und beenden ihr Gespräch. Dann kommen nur noch zwei Elefanten und wir können endlich schlafen.