Robert geht um 8 Uhr mit der Riemenscheibe zur Werft direkt neben der Tankstelle. Er ist erstaunt, dass dort schon Arbeiter sind. Ein Mechaniker will in 30 Min. zu uns an Bord kommen und er kommt auch pünktlich. Kurz geschaut und er verlässt uns mit den Worten in ein bis zwei Stunden ist er fertig. Wir sind überrascht, denn schließlich muss das Teil gedreht und angeschweißt werden.

Um kurz nach 9 Uhr taucht dann auch der Tankwart auf. Wir betanken nur den vorderen Tank mit 234l weil der Diesel dann doch 1,54 €/l kostet. Mit der Hilfe des netten Tankwarts zieht Robert die Malu an die Seite der Tankstelle, dort dürfen wir liegen bleiben. Nach nur einer Stunde tauchen ein jüngerer und ein älterer Mechaniker mit dem fertigen Teil auf, sie verschwinden im Motorraum und kurz darauf tauchen sie wieder auf. Der jüngere sagt uns dann, sie müssen noch ein wenig von dem Teil abschleifen. Ratz fatz sind sie wieder da und wollen das Teil montieren, Robert stoppt sie kurz, da sie zu lange Schrauben benutzen wollen und dies hätte dann eine Wiederholung unserer sehr aufwendigen Schwedenreparatur zur Folge gehabt. Der Motor wird gestartet und Robert kontrolliert ob auch keine Unwucht vorhanden ist, alles ist super. Es ist uns zwar schnell und professionell geholfen worden, doch der Preis von 200,- Euro erscheint uns zu hoch, nach kurzem hin und her einigen wir uns auf 170,- Euro und alle sind zufrieden. Robert freut sich und ich sitze da und kann es, unser Glück im Unglück, noch gar nicht so richtig begreifen. Hoch motiviert schrubbt Robert das ganze Schiff.

Wir brechen auf um in den alten Hafen von Korfu-Stadt zu fahren. Es ist nicht weit und schnell sind wir da. Rudy hat die Nacht in dem Yachtclub NAOK verbracht und simst uns, das er unseren Stick dort am Büdchen hinterlegt hat. Er hat gestern Abend seinen Kollegen an Bord genommen und sie brechen jetzt nach Paxos auf. Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Rudy auf den Kanaren, denn vorher werden wir ihn nicht mehr Treffen, da er erst in die Türkei und dann noch nach Israel, Libyen, Tunesien und Marokko segelt. Im alten Hafen von Korfu-Stadt, liegt ein deutscher Segler an einem verlassenen Segelschiff. Auf meine Anfrage sagen sie uns, dass sie in 30 Minuten ablegen.

Wir legen an einem Ausflugsschiff an was uns der nette Grieche auch erlaubt hat. Wir haben gerade festgemacht, da legt der Deutschmann ab. Wir hin fest alles prima. Ab zur Port Authority. Wir erfragen den Weg und müssen ganz ans Ende des neuen Hafens. Dort angekommen sagen uns die freundlichen Beamtinnen, das wir erst morgen früh im Finanzamt die Steuer bezahlen müssen und mit der Bescheinigung dann wieder zu ihnen um das DEPKA- Cruising Permit zu erhalten. Wir suchen und finden dann schon mal das Finanzamt, welches am Nachmittag geschlossen hat. Es befindet sich gegenüber dem Theater. Eine nette Griechin rät uns noch scherzend möglichst früh zu erscheinen, da dort ab Mittag nicht mehr gearbeitet wird. Bei einem Bummel durch die schöne Altstadt finden wir noch eine sehr nette Taverne mit Internet.

Im alten Hafen ein Segler mit Briefkasten

Im alten Hafen ein Segler mit Briefkasten