"Trocken"dock und teuerUm 8 Uhr am 30.09. laufen wir in Newhaven ein. Trotz Hochwasser ist der Hafen nur im vorderen Bereich von uns zu befahren, wir machen in einer Box fest und gehen Bezahlen. Der Preis ist der Hammer 29,- Euro für den Platz, ein preiswertes Trockendock;-) Die Hafenmeisterin lässt leider nicht mit sich handeln, auch der Hinweis, dass ich heute Geburtstag habe, lässt sie nicht erweichen. Am Schiff zurück, können wir fasziniert das Einlaufen einer großen Fähre bewundern, sie verursacht trotz gemächlichem Tempo einen ordentlichen Schwell im Hafen. Wir legen uns erstmal hin und ich verschlafe den größten Teil meiner Geburtstagsanrufe. Am Abend geht es dann endlich mal in einen englischen pub um bei fish and chips und leckeren div. Biersorten zu feiern.  

27September

Richtung England – 27.09.

bootsmann 09 - September » 2012

In der Nacht geht unser Wasseralarm im Klo los, Robert sprintet los, es war aber zum Glück nur ein Tröpfchen an den Sensor gekommen. Er stellt bei einem Blick aus dem Fenster fest, dass wir hier im Hafen ca. 6 m Tiedenhub haben und ist fasziniert. Kurz darauf geht das Geklapper mit Kisten oben auf dem Kai bei einem Fischhändler los, ich greife zu den Ohropax und kann dann noch bis 9 Uhr Schlafen. Gerade als ich Tagebuch schreibe, kommt der Hafenmeister längsseits. Zack 25,- Euro für die Nacht. Oh man, muss das denn immer, für so ein paar Stunden am Steg hängen, so teuer sein. Na wenigstens haben wir Internet und Strom ist auch inklusive. Wir rüsten uns für eine längere Tour aus und um 15 Uhr verlassen wir, nachdem uns die drei Pfeile Ampel grünes Licht zeigt, den Hafen. Mit Groß und Genua kommen wir auch gut voran, immer schön an der Küste lang im betonnten Fahrwasser. Auf der Höhe von Dünnkirchen haben wir wieder den penetranten Gestank, wie schon vor drei Jahren, in der Nase. Es ist wirklich ekelhaft und wir können uns gar nicht vorstellen, dass dort Menschen leben.
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26September

Oostende – 26.09.

bootsmann 09 - September » 2012

Wir warten auf die Segel. Um fünf vor 14 Uhr sind sie endlich da. Ein älterer Herr mit Namen Kiel erklimmt unsere Malu und hat die zwei neuen Segel dabei. Sofort schlagen wir die Genua in der Rollfock an. Gar nicht so leicht mit dem neuen sperrigen Tuch. Es sieht gut aus und der Praxistest wird zeigen, was es wirklich bringt. Dann noch die neue Starkwindfock hoch, auch hier sind wir begeistert. Herr Kiel ist während dessen mit Kaffee trinken und Geld zählen beschäftigt. Er kam von Muiden aus angereist. Unsere Genua ist wohl kurzzeitig auf dem Weg von Lemmer nach Muiden verschütt gegangen. Was sonst einen Tag dauert, hat jetzt drei gebraucht. Aber nu ist alles gut. Herr Kiel wird verabschiedet und wir werfen die Leinen los.

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25September

Vlissingen – 25.09.

bootsmann 09 - September » 2012

Und tatsächlich, am Morgen um 9 Uhr stand dann René vor unserer Malu. Was für eine Freude. Wir hatten eine Menge Gesprächsstoff, da wir ihn das letzte Mal in Kiel gesehen hatten. Ich bin dann schnell noch mal nach Albert Hein, um einen weiteren Sack Muscheln zu kaufen und als ich damit wieder auf dem Schiff ankam, hatten die Jungs schon das ganze Gemüse geschnibbelt.
Zum heulen....

22September

Vlissingen – 22.-24.09.

bootsmann 09 - September » 2012

Wir gehen in den Ort und finden Action, Hema und Xenox. Bei Action können wir endlich die preiswerten 10 Gasdosen für unseren Gaskocher erwerben, somit ist unser beliebtes Barbeque for two für lange Zeit gesichert. Auch diverse andere Leckereien finden den Weg an Bord. Vieles auf der langen Einkaufsliste kann abgehakt werden.
Ein Termin beim Hautarzt stand noch an und auch diesen konnte ich erfolgreich in Middelburg erledigen. Auf eine Empfehlung der Hafenmeisterin hin, bin ich früh am Morgen mit dem Fahrrad nach Middelburg, in ein neu eröffnetes Hautarztzentrum, gefahren, um bei meiner persönlichen Vorsprache einen baldigen Termin zu erbitten. Dies gelang mir nur mit dem Zauberwort der Arztpraxen „privat“. Am Nachmittag durfte ich dann wiederkommen, um mit einem Arzt zu sprechen. Während der kleinen Behandlung dann, hat mich der sehr nette Arzt nach dem Grund des schnellen Termins befragt, worauf ich ihm ein wenig über unsere Reise erzählte. Er fragte dann auch sehr interessiert nach. Als es dann an die Verabschiedung ging, wünschte er mir alles Gute und schenkte mir mit den Worten: “Sie brauchen das Geld nötiger als ich“, die Behandlungskosten. Ich war platt und konnte es erst gar nicht begreifen. Mit einem herzlichen Dankeschön, habe ich etwas irritiert die Praxis verlassen, dass es so was noch gibt.
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21September

Nach Vlissingen – 21.09.

bootsmann 09 - September » 2012

Heute Morgen rufen wir erst mal De Fries an, um uns nach unserer so dringend benötigten neuen Genua zu erkundigen. Frau de Fries wird uns zurückrufen. Wir Schleusen bei Veere in den Kanal nach Walcheren. Mit uns machen sich vier Boote auf den Weg nach Vlissingen. Es sind ein Paar Brücken zu passieren und da der Kanal nur 11 Seemeilen lang ist treffen wir gegen Mittag in Vlissingen ein.

Am Morgen ist es kalt, beim Tippen bekomme ich kalte Finger. Der Himmel ist Wolken verhangen und es weht ein laues Lüftchen aus Süd. Wir werden uns warm einpacken müssen, der Herbst kommt. Wir fahren erst mal unter Motor, bis wir dann die Segel setzen können. In der Oosterschelde haben wir uns für den Weg unterhalb des Watts entschieden. Rechts und links von der Fahrrinne große, trocken gefallene Wattflächen, von weitem sehen wir wie sich einige Robben in der Sonne aalen. Jede Menge Fischerboote sind hier auf Muschelfang, sie ziehen Korb ähnliche Gebilde über den Grund und kreiseln fast auf der Stelle. Auch große Schiffe, wie z.B. ein Autotransporter, haben diesen Weg gewählt. Wir erreichen den Kanal zum Versemeer und die davor liegende Schleuse. Es wird schnell geschleust und nu geht es los mit Kreuzen hin und her durch das enge Fahrwasser.
Ups - eine Windhose
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Um 8.00 Uhr legen wir ab und fahren durch die Goerresluis. Wir haben uns, nachdem wir sehen das der Wind aus West kommt, für den ruhigeren Törn entschieden und der geht binnen rum. Die letzte Möglichkeit für uns, dem Kampf auf der Nordsee zu entgehen. Ab Vlissingen bleibt uns ja nichts anderes mehr übrig. Also flugs durch die Schleuse und schon geht es Vorwind ab mit 6 Knoten. Ein herrliches Gefühl, wir können das Segeln so richtig genießen. Wir verpassen dann knapp, um 5 Minuten die stündliche Öffnung der Haringvliebrug, aber bei dem Kreiseln vor der Brücke ist die Zeit schnell um. Hier treffen wir auch wieder auf die Belgier aus dem Hafen Scheveningen. Gemeinsam geht es dann zur Volkeraksluis, aber erst kurz vor der Einfahrt in den Vorhafen entdeckt Robert das Schild, welches auf die Sportbootschleuse weiter rechts hinweist. Ich habe es bei meiner Konzentration auf den regen Schiffsverkehr gar nicht wahrgenommen. Also doch ein Stück gegen an und zurück.
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18September

Buitenhaven – 18.09.

bootsmann 09 - September » 2012

9:00 Uhr, wir legen ab und hoffen auf den West/Nordwest. Nix da, hohe Welle, 28 Knoten Wind, die Genua reißt erneut ein. Trotzdem an Hoek van Holland vorbei nach Stellendam, Buitenhaven unmittelbar vor der Schleuse. Dort treffen wir die Arctis aus Cuxhafen wieder. Wir machen an dem Wartesteiger, nach Anmeldung bei dem Schleusenwärter, an einem britischen Schiff der Survey fest. Ich bin fertig, es war ein sehr anstregender Törn. Nur noch alles Aufräumen was mal wieder durch die Gegend geflogen ist. Der Tee ist in der Bilge gelandet. Die Bücher liegen im Bett. Das Salzwasser im Steuerstand wird gewischt. Die Genua abgeschlagen und gefaltet und die Fock angeschlagen. Jetzt ein Drink und ab in die Heia, die Survey legt morgen um 8 Uhr ab und wir dann zwangsläufig auch. Die Flasche Dornfelder mit Schild “Thank you for the night, Mari-Luise” haben sich die Jungs von der Survey für ihre Nettigkeit verdient.

17September

Scheweningen – 17.09.

bootsmann 09 - September » 2012

8.00 Uhr  - wir gehen es an, immer noch Südwest aber wir machen los, anstrengend schöne Reise. Wir machen fest in Scheweningen. Rennen umsonst 2 km mit der kleinen Gaspulle, alle tauschen nur, nicht füllen. Einkaufen, Internet im Hafen läuft nicht, so ein Ärger.