19August

Nach Rödvig – 19.08.

bootsmann 08 - August » 2012

Wir starten zu einem längeren Törn, da wir den angekündigten Nordwind ausnutzen wollen. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen, haben wir den Wind dann doch auf die Nase, um kurz danach in einer Flaute zu stecken. Robert setzt schon mal den Blister, kaum ist der oben, setzt der Wind mit 18 Knoten ein. Also Blister wieder einpacken und los geht’s nur mit der Genua und Wind von achtern.

Mit der Unterstützung von Hein, lassen wir uns bis Simrishamn 55° 33’ N 014° 21’ E blasen. Dann plötzlich an Land eine Explosion, nix wie weg hier, scheint Militärgelände zu sein. Der Wind dreht total durch und wir haben schon das Gefühl, wie von einem Magneten gehalten, vor Simrishamn kleben zu bleiben.

Nachdem wir uns auf der Stelle gedreht haben, setzt endlich wieder ein Hauch Wind aus Ost ein und es geht weiter. In der Nacht weht stundenlang nur ein laues Lüftchen, erst mit Sonnenaufgang endlich wieder Wind. Wir düsen Richtung Trelleborg. Als dann vor Trelleborg der Wind aus Südwest weht, ändern wir den Kurs auf Dänemark. Auf halber Strecke dann, dreht der Wind auf West und wir kämpfen mit Dino und Besegelung hart am Wind und kreuzend durch das VTG.

Hier gibt es sogar einen Kreisverkehr für die Dickschiffe, die, bis auf eine Ausnahme, uns großräumig umfahren. Um 24 Uhr machen wir nach 115 sm im Hafen Rödvig fest. Leider haben die Windvoraussagen nicht gestimmt, es war ein anstrengender und langer Törn.

Auf nach Ahus durch die Hanoebukten. Nach 30sm machen wir fest. Im Hafen ist richtig Rummel in der zahlreichen Gastronomie. Wir entdecken den Kölner und machen weit hinter ihm an der gegenüberliegenden Kaimauer fest. Sieht so aus, als wenn Robert fremdelt.

Nein, natürlich nicht, vorausschauend hat mein Kapitän schon an den Abendspaziergang gedacht und uns deshalb auf die Seite der Stadt manövriert. Wir dürfen umsonst liegen. Am nächsten Morgen suche ich die Dusche auf, nachdem wir von einer russischen Crew unter deutscher Flagge den Türcode bekommen haben. Leider muss ich mangels Geld kalt Duschen. Der Weg zurück wäre echt für zweimal laufen zu lang.

17August

Yxnah – 17.08.

bootsmann 08 - August » 2012

Wie angesagt von Wetter online, ist heute Südwestwind, also tuckern wir gegen an. Wir wollen nicht lange fahren und klappern mehrere Buchten ab in denen wir hoffen vor Anker gehen zu können. Zwischen Tjurkoe und Aspoe befindet sich lt. unserem Revierführer eine U-Bootsperre, vor der wir abdrehen (ist uns irgendwie nicht geheuer) und wieder den Kurs auf Südwest ändern. Es wird dann nach 14 sm eine Badebucht bei der Insel Yxnah 56° 05’ N 015° 28’ E. Robert repariert den Autopiloten ich mache Pfannkuchen und schreibe Bericht.

16August

Gaasefjaerden – 16.08.

bootsmann 08 - August » 2012

Wir stehen früh auf um den für uns günstigen Nordost auszunutzen um weiter zu kommen. Mittags, nach 21 sm, machen wir in der Nähe von Karlskrona, in einer großen Bucht bei Gaasefjaerden 56° 05’ N 015° 46’ E, an einem öffentlichen Anleger fest. Hier sind wir für uns.

Einfach nur Ruhe...

Bei meinem kleinen Rundgang auf der Insel stelle ich fest, dass sie bewohnt und bewirtschaftet ist. Die Birken hier haben schon Herbst und die Blaubeeren sind an den Sträuchern vertrocknet. Wir verbringen den Nachmittag mit rumpusseln und Haare schneiden.

15August

Kristianopel – 15.08.

bootsmann 08 - August » 2012

Auf nach Kristianopel 56° 15’ N 016° 02’ E. Ein schnuckeliger kleiner Hafen welcher uns beim Anlegen, an dem vom Hafenmeister vorgegebenen Platz, einiges abverlangt. Der starke Schwell steht in den Hafen und da wir genau neben der Einfahrt fest machen sollen, geht das nur mit der tatkräftigen Unterstützung des Hafenmeisters. Deutschsprachig und mit einer irren Ruhe hilft er uns. Auch nachdem wir erstmal fest sind, geht die Überlegerei so richtig los. Hier noch ne Leine, da noch ne Spring, begleitet von dem munteren Gequatsche eines plötzlich aufgetauchten Kölners.
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14August

Kalmar – 14.08.

bootsmann 08 - August » 2012

Es geht dann weiter durch den Kalmarsund, zwischen dem Festland Schweden und Öland durch. Nach 42 sm erreichen wir Kalmar. Für uns aber nur ein Übernachtungshafen.
Wir haben uns für heute die Überfahrt nach Kalmar vorgenommen. Gerade als wir auf der Höhe von der Blaa Jungfrun 57° 15’ N 016° 47’ E einer Insel im Kalmarsund sind, erhalten wir den Anruf von Tette mit der freudigen Nachricht, das Paket ist angekommen. Flugs ändern wir den Kurs gerade noch rechtzeitig auf West nach Oskarshamn, da uns die beiden das Päckchen im Rahmen eines Tagesausfluges dort übergeben wollen. Wir freuen uns sehr darüber. Im Hafen von Oskarshamn ist es sehr leer und gerade als wir die Leinen festgemacht haben, stehen sie auch schon vor uns. Robert packt aus und wir sehen, dass Doris und Michael ein wirkliches Überraschungspaket gepackt haben, wir sind glücklich.

Im Hafen von Oskarshamn

Ein anschließender Bummel mit den beiden und Mizio durch Oskarshamn und ein gemütlicher Nachmittag in der Sonne vor einem Imbiss am Hafen, rundet diesen schönen Tag ab. Der zweite Abschied von den Dreien soll nun aber wirklich der Letzte sein.
Nach einem sehr schönen Abschiedsabend bei Tette und Peter, laufen wir früh am nächsten Morgen aus der herrlichen Bucht bei Västervik aus. Natürlich nicht, ohne noch mal einen Blick zurück auf die Häuser und die Straße zu richten in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch das heißersehnte Päckchen von Doris und Michael ankommt. Leider ist weit und breit kein Postauto zu sehen.
Blick zurück...

Blick zurück…

Wir haben eine angenehme Fahrt, vorbei an einigen Schären und kommen nach 28 sm gut in Byxelkrok 57°19’ N 017°00’ E an. Dort festgemacht, erkundigen wir uns sofort nach dem Dieselpreis, da wir einen Tipp bekommen hatten, dass er hier günstig sein soll. Dem ist aber nicht so, warum eigentlich auch? Gerade auf Inseln, ist doch eigentlich immer alles ein wenig teurer. Dafür erstehen wir aber beim Hafenmeister ein recht günstiges Seil für das Großsegelfall.
Beim Waschen habe ich mir die Broschüre mit den Sehenswürdigkeiten der Insel durchgelesen und siehe da, Öland hat für ungefähr 4 Wochen Urlaub alles nur erdenkliche zu bieten. Von der großen Auswahl entscheide ich mich für das uns am nächsten liegende Ziel und zwar den Trollwald. Auf der Fahrt mit dem Fahrrad dorthin, versuchen wir abseits der Landstraße einen Weg, der auch als Wanderweg in unserer Karte eingezeichnet ist, zu befahren. Nachdem wir jedoch dreimal in einer Sackgasse mitten im Wald geendet sind, geben wir auf und fahren über die Straße.
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Heute werden wir es nach Västervik schaffen. Wir werden schon von Tette und Peter erwartet. Die beiden haben sich vor ein paar Jahren dort ein Sommerhaus gekauft.
Peter hat uns die Koordinaten gemailt und uns auf die Besonderheiten in ihrer Bucht vorbereitet. Wir sind schon ein wenig aufgeregt. Per Internet haben wir an Tette die ungefähre Ankunftszeit schon mal durchgegeben, aber dann noch mal per sms als wir kurz vor den Inselchen vor Västervik sind. Tette simst zurück, dass Peter uns entgegenkommen wird. Wir haben keine Ahnung, ob er das mit dem Segelboot oder einem Dinghi machen wird. Da erwischt uns gerade, von dem immer dunkler werdenden Himmel, eine satte Böe und wir sind mit den Segeln beschäftigt. Es regnet in Strömen und der Wind wird immer stärker. Schnell simse ich das an Tette, damit Peter in der Bucht bleibt. Aber genauso schnell wie das Wetter gekommen ist, geht es auch wieder. Am Horizont machen wir ein kleines Boot aus und beim Näherkommen erkennen wir Peter, aber wen hat er denn noch dabei, Tette ist es nicht. Wie sich dann herausstellt ist es Tettes Mutter Margareta.
Abholkommando

Abholkommando

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durch den Furusund

durch den Furusund

Wir legen erst gegen Mittag ab, da vorher noch ein von Mårten telefonisch beauftragter, ebenfalls Oldtimerfan, gebeten wurde uns ein weiteres Ersatzteil –Riemenscheibe für die Wasserpumpe am Motor- vorbei zu bringen. Bevor er kommt düse ich noch schnell mit dem Fahrrad zur Bank, da mir mal wieder das Bargeld ausgegangen ist. Als ich zurückkomme sitzen Robert und Jan Lundin schon ungeduldig im Steuerstand. Jan hat nicht viel Zeit und wir wollen ja auch los. Jan hat gestern Abend erst die Riemenscheibe an einem alten Motor abgebaut, um sie uns heute dann zu bringen. Seine Anfahrt zu uns war zum Glück nicht so weit wie Mårtens, da er aus einem Vorort von Stockholm kommt. Wir regeln das Finanzielle und schon ist er wieder weg. Robert baut das Teil flugs ein und da heißt es auch schon „Leinen los“.
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