29Mai

Von Ustka nach Leba

bootsmann 05 - Mai » 2012

In der bewegten See ist mit der Steuerung und dem Ruder alles ok. Mit der Genua und dem Besansegel düsen wir in Küstennähe Richtung Leba. Wir bekommen mal wieder viele Kilometer menschenleeren Sandstrand zu sehen. Um 12 Uhr dreht der Wind kontinuierlich innerhalb einer Viertelstunde auf Nordwest. Das heißt für uns wir ziehen raus auf See, damit wir hoch am Wind gegen 15 Uhr auf Leba zusteuern können. Es frischt auf 25 Knoten Wind auf und die Bewölkung nimmt zu. Um 17 Uhr liegt Leba voraus, wir wissen zu diesem Zeitpunkt schon das wir, beim Einlaufen in den Hafen wegen der 2-3 m flachen Einfahrt und starkem Wind, mit starkem Seegang rechnen müssen. Wir setzen Großsegel und Genua und bergen das Besansegel. Es ist mucksmäuschenstill auf der Malu, die Anspannung bei uns Beiden ist sehr groß, sehen wir doch was sich da vor uns auftürmt. Über uns zieht ein dickes Wolkenband vorbei. Mit stehenden Segeln laufen wir in die Hafeneinfahrt ein und werden von der einlaufenden Welle noch 200 Meter begleitet. Auf der Mole stehen die Leute und fotografieren und wir hoffen, dass wir heile ankommen und denken gar nicht darüber nach, welchen spektakulären Anblick wir da gerade bieten. Erst im hinteren Teil des Hafens bergen wir die Segel und fahren ein in den Sportboothafen. Dieser liegt im Grünen und geschützt hinter einer dicken Mole, an der die Gischt der Wellen hoch peitscht.
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27Mai

Ustka

bootsmann 05 - Mai » 2012

Wir machen uns entspannt, bei sonnigem Wetter auf nach Darlowo oder Ustka. Das militärische Sperrgebiet kann heute und morgen lt. Nautical Warning Polen, gefahrlos durchfahren werden. Der Wind mit 15 Knoten aus nördlicher Richtung verlangt von uns einen Kurs „Hart am Wind“ auf die Küste zu. Also machen wir eine Kursänderung auf 325° um uns mindestens in 2 Std. von der Küste frei zu segeln. Bei 40° „Am Wind Kurs“ stampfen wir uns trotz 3,5 Knoten immer wieder in der Welle fest. Nun muss Dino wieder zur Unterstützung ran.
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23Mai

Kolberg

bootsmann 05 - Mai » 2012

Wir starten mittags um 13.00 Uhr mit dem Ziel Ustka. Es wird ein langer Törn werden, da wir entweder um ein militärisches Sperrgebiet herum müssen, oder nach einem Telefonat mit dem diensthabenden weiblichen Offizier, das Gebiet in der Nacht von 2 – 5 Uhr durchfahren dürfen.
Wir haben die Welle vom Hafenbecken aus gesehen und wollen ihr nun die Stirn bieten. Tapfer stampft unsere Malu durch den hohen Schwell vor dem Hafen und Robert und Iris hoffen, das es weiter draußen bis zur Kursänderung auf 110° etwas gemütlicher wird. Bei 18 – 22 Knoten Wind mit Genua, Besan und gerefftem Groß segeln wir „Am Wind Kurs“, wenn nur nicht die Welle so arg hoch wäre.
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21Mai

SvanekeHavn

bootsmann 05 - Mai » 2012

Ja, hier in SvanekeHavn sind wir nur gelandet, weil mal wieder eine starke Brandung tobte und die kleinen Häfen davor, geschlossen waren. Der Hafenmeister hängt als Signal einen roten Ball an einen Mast. Ganz schön blödes Gefühl, wenn du selbst die Nase voll hast von dem Geschaukel und in einen sicheren Hafen einlaufen willst, aber nicht darfst. Nun, es ist zur eigenen Sicherheit, da der Hafen bei dem Wetter nicht sicher angelaufen werden kann. Trotzdem sch….

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18Mai

Hammerhavn auf Bornholm

bootsmann 05 - Mai » 2012

Fahrt auf Hammerhavn zu

Unsere Lecktüre verspricht uns einen schnuckeligen Hafen mitten in der Natur. Also breiten wir am Morgen unseren Blister auf dem Parkplatz des Fähranlegers aus um ihn zu entwirren und wieder ordentlich einzupacken. So gegen 12 Uhr legen wir dann ab, denn wir haben keine Eile es sind ja nur 22 Seemeilen bis Hammerhavn. Nach einer Stunde stehen wir auf der Stelle der Wind ist eingeschlafen, also wieder hoch mit dem Blister um ja nur jeden Windhauch einzufangen.

Fahrt auf Hammerhavn zu

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16Mai

Bornholm, wir kommen!

bootsmann 05 - Mai » 2012

Alles fing ganz moderat an. Der Wind ist für Malu zu lau, also packen wir den Blister aus. Vorwind, teils Raumschot gleiten wir dahin. Die Welle und der Wind nehmen zu und der Blister läst uns fliegen. Vor Rønne ist uns schon klar, das wir beim Einholen des Blisters Probleme bekommen, da wir Raumschot 22 bis 25 Knoten scheinbaren Wind auf der Anzeige haben, aber der wahre Wind dann doch etwas mehr ist. Robert hängt sich, bei mittlerweile auch wieder beachtlicher Welle, mächtig ins Zeug. Iris hat, trotz breiter Hafeneinfahrt, zu kämpfen um die Malu sicher in den Hafen zu bringen. Am Ende des Fährhafens ein niedlicher Fischerhafen in dem wir dann Unterschlupf finden. Die Einfahrt des Yachthafens, haben wir wegen fehlender Befeuerung nicht gefunden. Gleich nach uns folgt ein kleinerer Segler, die Dodo mit Robert und Susanne, die ebenfalls den anderen Hafen nicht gefunden haben.
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13Mai

Glowe auf Rügen

bootsmann 05 - Mai » 2012

Unterwegs ein Anruf an Gabi und Horst, die mit ihrem Schiff ebenfalls in dieser Region unterwegs sind ergibt, sie haben das gleiche Tagesziel. Also gesagt getan und los geht’s.
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11Mai

Lubmin

bootsmann 05 - Mai » 2012

Dort angekommen, empfängt uns ein entspannter Hafenmeister und ein super netter Wirt auf einem Restaurantschiff. Wir nehmen nicht nur den Anleger dort ein sondern ordern auch ein tolles in Butter gebratenes Schnitzel mit hervorragenden Bratkartoffeln. Da Robert weiß, dass es morgen Starkwind gibt, machen wir direkt 2 Nächte klar.

Naturschaukel

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10Mai

Auf nach Stralsund!

bootsmann 05 - Mai » 2012

Stralsund - Hafen

Stralsund – Hafen

Ja mit Segeln hatte das hier im Boddengewässer nichts zu tun, weil man muss einfach in der Fahrrinne bleiben, da es rechts und links doch arg flach wird. An manchen Stellen ist auch die Begegnung mit den Ausflugsschiffen und den Fischern echt knapp, wobei die sich ja noch besser auskennen in Sachen Flach.
Tja, Stralsund bietet einen riesigen organisierten Hafen, mit unorganisiertem Hafenmeister an. Wir machen fest und er meint auf zuviel Fragerei wir sollten uns verholen. Denkste, auch Hafenmeister haben manchmal keinen Schnall. Nach einer ausgiebigen Besichtigung haben wir beschlossen, die Malu bleibt da wo sie ist.
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8Mai

Wie, was, Hiddensee?

bootsmann 05 - Mai » 2012

Pferde am Strand

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Eigentlich wollten wir ja um Zingst herum in eine Ankerbucht auf der Insel Rügen, da aber der Wind uns gut voran brachte, beschlossen wir unterwegs bis nach Hiddensee hoch zu segeln, um dann vor dem Kap Arkona nach Hiddensee einzubiegen. Das es allerdings dann vor unserer Einfahrt in das Boddengewässer schon stockfinstere Nacht sein wird, wurde uns erst so allmählich klar.

Ein Bodden ist ein vom offenen Meer durch Landzungen abgetrenntes Küstengewässer an der Ostsee. Oft besteht nur eine schmale Verbindung. Eine kleinere Bucht innerhalb dieser Bodden wird auch als Wiek bezeichnet.Durch Küstenausgleich seit der letzten Eiszeit, lagerten sich  durch die Erosion abgetragene Materialien der Küste in anderen Gebieten wieder an. Es entstanden somit die typischen Landzungen der südlichen Ostseeküste und die dahinter liegenden Boddengewässer. So gesehen sind die Boddengewässer – in geologischen Zeiträumen betrachtet – sehr junge Bildungen. Sie haben einen geringeren Salzgehalt als die Ostsee, da einmündende Fließgewässer laufend Süßwasser liefern und der Wasseraustausch mit dem offenen Meer lediglich über die Flutrinnen erfolgen kann. Es entstand eine  weltweit einzigartige Flora und Fauna.
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